Werkbuch

werkbuch grossDer Versöhnungsweg in Eschenbach LU, druckfrisch im rex-verlag als Buch erschienen, ist ein Stationenweg durch die Natur voll Versöhnungssymbolen: eine Brücke, Wasser, eine Treppe, Steine. Zusätzliche Impulse geben Kunstschaffende mit der symbolischen Sprache ihrer Werke und ausgewählte Texte aus der Weltliteratur

Urs Bugmann hat seine Erfahrungen mit dem neuen rex-Buch in der Neuen Luzerner Zeitung festgehalten.

Wir laden Sie ein, mit dem Werkbuch dem Prozess der Versöhnung ganz persönlich Raum zu geben. Das Buch übersetzt den Versöhnungsweg in Bilder und Texte für die persönliche Auseinandersetzung wie als Anregung für die Erwachsenenbildung oder den Unterricht.

Der Weg selbst ist in Eschenbach LU (Start beim Bahnhof) als Stationenweg durch die Natur ausgeschildert: Kartenausschnitt. Er lädt ein zu einem sinnigen Familienausflug oder einer thematischen Wallfahrt als Pfarreiverein wie als Ministranten- oder Jugendgruppe (Firmung ab 17).

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Idee - ein Versöhnungsweg

Was vor langer Zeit in Träumen begann, ist nun Wirklichkeit. Versöhnung ist mir persönlich immer wichtiger geworden. Versöhnung ist grundlegend und notwendig. Der Stimme meines Herzens folgen, mich dem Innersten zuwenden und mich der Frage stellen, wer ich selber bin, fordern mich täglich heraus. Dies ist möglich, wenn ich mich auf den Weg der Versöhnung mache.

Dieser Weg ist prozesshaft. Versöhnung kann «nah dis nah» geschehen, wenn ich in mich hinein höre, wenn ich schweige... Diese heilsame Erfahrung ermöglicht mir ein erfülltes Leben. Es kann sehr hilfreich sein, sich für diesen inneren Weg auf einen äusseren Weg zu begeben.

Der Versöhnungsweg in Eschenbach ist ein Weg durch die abwechslungsreiche Natur, auf dem ich vielen natürlichen Symbolen (Brücke, Wasser, Treppe, Steine…) begegne, die mir helfen den persönlichen inneren Weg leichter zu finden. Zusätzlich geben mir Kunstschaffende mit ihren Werken Impulse um versöhnt zu sein – mit sich, mit anderen, mit der Schöpfung und mit Gott. In unregelmässigen Zeitabständen wurden «nah dis nah» Skulpturen installiert. EINE EINLADUNG für Kinder, Jugendliche und Erwachsen.

Initiator, Franz Pfulg, Diakon

Versöhnung

Versöhnung ist ein zentraler Begriff in der Bibel.

Das deutsche Wort «versöhnen» kommt eigentlich von «versühnen» und bedeutet ursprünglich: «gutmachen», «still machen», «beschwichtigen», «beruhigen», «küssen». Die Erfahrung, die sich in der Sprache ausdrückt, bezog sich offensichtlich auf die emotionale Verwirrung, auf Zorn, Hass und Wut, die durch das Fehlverhalten anderer in der menschlichen Seele entstehen. Versöhnen heisst dann, diese Emotionen zu beruhigen.

Das lateinische Wort für Versöhnung ist «reconciliatio». Es bedeutet: Wiedereingliederung. Hier bezieht sich die Erfahrung auf die Entzweiung und auf den Streit zwischen Menschen und Menschengruppen. Die Versöhnung stiftet Frieden und stellt die Gemeinschaft wieder her. Der Begriff kann sich aber auch auf die Beziehung zu Gott beziehen. Durch die Sünde entfremdet sich der Mensch gegenüber Gott. Er verliert die Beziehung zu ihm. Die Versöhnung, die Wiederherstellung der Gemeinschaft, ist für die Bibel immer ein freies Angebot Gottes an den Menschen. Der Mensch muss die Versöhnung nicht durch irgendwelche Busswerke bewirken. Er darf sie dankbar annehmen.

Pater Anselm Grün