Unterwegs nach Einsiedeln, Kapelle Urswil oder Flüeli Ranft

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Pilgern, wallfahren – das kennen alle Religionen! „Das wandernde Volk Gottes“ – so ist der Ausdruck dafür in der biblischen Sprache. Im Mai waren auch Eschenbacher Pilger unterwegs.

Der Glaube an Gott, die Macht des Gebetes und das Vertrauen auf die Fürsprache der Heiligen sind Grundgedanken dazu und werden mit den vielfältigen Anliegen unseres Lebens verknüpft. Dieses Unterwegssein hat den Ursprung in den Bitttagen um Christi Himmelfahrt, den sogenannten Flurprozessionen.

Ende April machte sich eine Gruppe aus Eschenbach frühmorgens auf, um mit der Wallfahrtsgruppe aus Oberebersol nach Einsiedeln zu laufen. Der heftige Regen auf dem letzten Viertel des ca. 50 kilometerlangen Weges zeigte den Teilnehmenden lebensnah auf, dass nicht das Wie, sondern das Warum der tiefere Sinn dieses Unterwegs sein ist.

Auch der Einladung zu unserem jährlichen Pfarrei-Bittgang nach Urswil folgten einige Gläubige. Der Abend des 5. Mai war ein herrlich klarer Abend! Wer die Ruhe und Aussicht von der Kapelle kennt, weiss wie wohl das tut!

Kirche - weitsichtig handeln. Das war das Motto der Luzerner Landeswallfahrt am 6. und 7. Mai nach Einsiedeln. Ob mit Velo oder zu Fuss – auch da eine Gruppe aus Eschenbach, die diesen Weg mitmachten. Tolle Gespräche und herrliche Erfahrungen im Austausch mit Gleichgesinnten waren eine Bereicherung für die Teilnehmenden. Auch sie hat dieses Jahr der Regen reichlich eingeholt!

Der Flüeli-Tag der Erstkommunikanten am 13. Mai reiht sich in diese Geschichte ein.

Seit 2006 machen sich unsere Erstkommunikanten mit einer Begleitperson auf den Weg zu Bruder Klaus. Auf dem besinnlichen Weg von Sachseln hinauf nach Flüeli und hinunter in den Ranft werden auf verschiedene Weise unsere Sinne geschärft. Im fröhlichen oder ganz persönlichen Austausch, dem gemeinsamen Picknicken inklusive gespendeter Schoggi Muffins und dem Bestaunen des Geburts- und Wohnhauses von Bruder Klaus und seiner Familie wird dieser intensive Tag zu einer speziellen religiösen Erfahrung. Das Jubiläumjahr „600 Jahre Bruder Klaus“ bescherte uns auch das Erlebnis, diesen friedlichen Ort mit vielen andern WallfahrerInnen zu teilen. Und wir hatten ausser ein paar Regentropfen grosses Wetterglück!

Pia Reith