Palmsonntag 2017

am .

Alles über den Palmsonntag

Immer am Mittwoch vor dem Palmsonntag gehen wir in den Wald und sammeln Palmblätter. Wir teilen uns in Gruppen auf und sammeln möglichst viele Blätter in Juttensäcke. Dieses Jahr habe ich mit Aurel und Jonas eineinhalb Säcke gesammelt. Als wir genug Säcke voll hatten, gab es ein feines Zobig.

Drei Tage später, am Samstag, machten wir die Palmen in Oeggenringen auf dem Bauernhof von Hugo und Priska. Übrigens, die Beiden organisieren das zusammen mit Lisbeth Aregger als Hauptverantwortliche schon seit vielen Jahren. Man nimmt einen Drahtbogen und steckt die Palmblätter dran. Wenn man einen Abschnitt geschafft hat, kommt ein Apfel daran. Ein paar Leute achten sogar darauf, dass jedes Blatt gleich aufgesteckt wird. Wenn wir genügend Bogen haben, nehmen wir die langen Stangen, bohren Löcher rein und befestigen auf beiden Seiten einen Drahtbogen damit ein Kreis entsteht. So kann man dann ganz frei seine Palme gestalten mit Kreisen oder ineinander reichenden Bogen. Zum Schluss kommt dann noch das Kreuz oben dran. Das ist das Zeichen für Gott.

Alle Palmbäume werden dann in die Kirche gebracht und an den Bänken aufgestellt. Am Mittag grillieren wir und essen gemeinsam Zmittag nach getaner Arbeit. Das ist immer ein Highlight, weil man richtig stolz auf sich ist und weil man mega gut spielen kann in Oeggenringen.

Am Palmsonntag ist dann der grosse Gottesdienst. Wir gehen in die Kirche, holen unsere Palmbäume nach draussen und stellen uns in zwei Reihen auf. Dieses Jahr haben 10 Familien und die 6. Klässler einen Palmbaum gestaltet. Nach dem Segnen der Palmen gibt es einen feierlichen Einzug in die Kirche. Wir hören dann leise dem Gottesdienst zu und der schönen Orgelmusik. Nach dem Gottesdienst dürfen wir beim Pfarrhaus zum Abschluss gemeinsam ein feines Apéro geniessen.

Das Schönste finde ich immer, die Palmen zu gestalten und das Zusammensein. Es kommen viele Kinder, Eltern und Grosseltern und alle helfen einander. Ich hoffe, dass auch nächstes Jahr wieder so viele mitmachen. Es ist jedes Jahr ein unvergessliches Erlebnis und eine tolle Möglichkeit, neue Familien kennen zu lernen.

Johanna Jung

9. April 2017